Kollektive Stadtaneignung in Düsseldorf-Oberbilk

 

Am 22. Juli führen wir mit dem offenen Gemeinschaftsgarten düsselgrün und dem Verein zur Förderung einer sozial-ökologischen Nachbarschaft Niemandsland e.V. einen Workshop zur kollektiven Stadtaneignung im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk durch. Im kollektiven Kartierungsprozess werden sich lokal aktive Akteure über Realität und Möglichkeiten gemeinschaftlich genutzter Räume im Stadteil austauschen.

“Städte sind aus Konflikten gemacht, wenn dem nicht so wäre, wären es keine Städte!”


Für das WOTS-Magazin, haben wir mit Giuseppe Aricò vom L’Observatori d’Antropologia del Conflicte Urbà in Barcelona gesprochen. Über das von ihm mitherausgegebene Buch ‘Barrios corsarios – Memoria histórica, luchas urbanas y cambio social en los márgenes de la ciudad neoliberal’; über repressive Politik und widerständige Alltagspraxen in der neoliberalen Stadt; und darüber, wie städtische Peripherien mit Pier Paolo Pasolini als Barrios Corsarios – Freibeuterviertel – gelesen werden können, in denen sich antikapitalistische Alternativen im scheinbar Alltäglichen, Unpolitischen auftuen.
Lest hier das Interview (auf italienisch).

Decolonize Geopolitics! – No G20! – Fora Temer

Die G20‐Veranstaltung in Hamburg (7.07.‐ 8.07.2017) wurde im Vorfeld und auch während des Gipfels von vielerlei widerständigen und kreativen Protestformen begleitet. Einige davon wurden und werden (!) öffentlichkeitswirksam diskutiert und pauschalisierend delegitimiert, andere Protestaktionen wurden schon vor Beginn des Gipfels sanktioniert bzw. verhindert. Eine davon ist die Transpi‐Aktion am Hamburger Universitätsgebäude „Geomatikum“, das sich in unmittelbarer Nähe zum Veranstaltungsort der G20 befindet. Die Aktion ist der Notwendigkeit von Wissenschaft geschuldet, sich aktiv zu positionieren und ein großes und sichtbares Nein! der Geopolitik der G20 Staaten entgegenzuhalten. Das Transpi hing nur wenige Stunden in der Nacht und zeigt, wie versucht wurde kreative Formen des Protestes und freie Meinungsäußerungen während der G20‐Tage nicht nur von Seiten der Stadtpolitik, sondern auch von offizieller Seite der Universität Hamburg nicht sichtbar werden zu lassen.

Ein unserer Meinung nach guter Rückblick auf die Geschehnisse in Hamburg letztes Wochenende findet sich in einer ersten Bilanz der Interventionistischen Linken.

Workshop Kritisches Kartieren Heidelberg

Im Rahmen des Sommersemesterprogramms des AK Kritische Geographie Heidelberg veranstalten wir einen kritischen Kartierungs-Workshop. Nach einer theoretischen Einleitung, der die Kartographie und das Kartenerstellen aus konstruktivister Sichtweise behandeln wird, werden wir selbst zu Kartograph*innen und setzen uns dabei mit den Themen Sicherheit/Versicherheitlichung und Öffentlicher Raum in Heidelberg auseinander. Für den Workshop ist keinerlei Vorwissen notwendig. Eingeladen sind alle Interessierten aus Heidelberg und Umgebung.

Wo: Makerspace, DAI (Deutsch-Amerikanisches-Institut), Sofienstr. 6 (am Bismarckplatz), Heidelberg

Wann: Di 11.07. 17-21 Uhr

Freiburger Kolloquium für Geographische Bildung: Counter Cartographies

Im Rahmen des Freiburger Kolloquiums für Geographische Bildung Counter Cartographies organisieren wir am 10. Juli ein Seminar/Wokrshop zum Thema „Kollektives Kartieren – Werkzeug für aktivistische Forschung und emanzipatorische Bildungsarbeit“ an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten der Geographiedidaktik/Geographie der PH und Uni sowie Interessierte benachbarter Fächer.

Ort: Pädagogische Hochschule Freiburg, KG V, 103
Zeit: 10. Juli, 16:00 – 19:00 Uhr

PTK-Album „ungerächte Welt“ mit Kreuzberg-Karte

Der Kreuzberger Rapper PTK bringt am 30. Juni sein neues Album „ungerächte Welt“ raus. In der dazugehörigen Box sind neben dem neuen Album und einer Zusatz-DVD auch Infomaterial wie die Broschüre „Deutschland macht dicht” des Bündnisses für bedingungsloses Bleiberecht sowie die aktualisierte Kreuzberg-Karte. Neben neuen Format und der Aktualisierung der Prozesse um Aufwertung, Verdrängung und Widerstand in Kreuzberg wurden auch Orte kartiert, an denen PTK seine ersten Schritte gemacht hat und sich heute gegen Verdrängung und Rassismus engagiert.

Wir sind gespannt aufs neue Album!

Ein großes Danke an dieser Stelle auch an reclaim your city und pappsatt für die große Unterstützung bei der Umsetzung!


Hier gibt’s die Karte auch zum Downlaod:
Kreuzbergkarte_Widerstand_Verdraengung_PTK_2017_web.

Kiezladen Friedelstr. 54 bleibt!

Am Morgen des 29. Junis soll der Kiezladen in der Friedelstr. 54 in Berlin-Neukölln geräumt werden. Angesichts der zunehmenden Umstrukturierung unserer Kieze müssen unkommerzielle und selbstverwaltete Freiräume dringend erhalten bleiben. Kommt daher zur Räumung. Gemeinsam können wir uns wehren gegen hohe Mieten, Verdrängung und Zwangsräumung!

Für ein Recht auf Stadt und solidarische Kieze!

A metodologia da Nova Cartografia Social da Amazônia no Brasil e na Alemanha

Am Donnerstag den 29. Juni organisiert die Forschungsgruppe “Bioökonomie und soziale Ungleichheiten” der Uni Jena zusammen mit dem FDCL einen Workshop mit Alfredo Wagner Berno de Almeida und Rosa Acevedo Marin vom brasilianischen Projekt “Nova Cartografia Social da Amazônia” (NCSA). Bei dem WS geht es darum die partizipative Methode der NCSA als Werkzeug für die politische Praxis im gegenwärtigen polit-ökonomischen Kontext in Brasilien vorzustellen. Darüber hinaus soll ein Dialog zwischen Forschungsgruppen und sozialen Bewegungen angeregt werden, um eine mögliche Zusammenarbeit in Brasilien und Deutschland auszuloten.
Uns haben die Arbeiten und die Herangehensweise der NCSA bei unserer Kartierungs-Praxis und -Theorie sehr inspiriert.

Die Veranstaltung wird auf portugiesisch und portunhol stattfinden.

Zeit: 29.06.2017 / 14:00 bis 17:30 Uhr
Ort: Laube in den Prinzessinnengärten (Moritzplatz, Berlin-Kreuzberg)

Kunst & Aktivismus

Am Wochenende vom 21. bis 23. April 2017 findet im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Rosa-Luxemburg Stiftung „Campus für eine Weltverändernde Praxis“ der Exkurs-Baustein zu „Kunst und Aktivismus“ in Berlin statt, bei dem auch das kollektiv orangotango fleißig vertreten sein wird.

Los geht’s am Freitag den 21.04. um 18 Uhr in der Vierten Welt (Adalbertstr. 96) mit einer Ausstellung und anschließenden Podiumsdiskussion (ab 20 Uhr) zu künstlerisch-aktivistischen Projekten.

Am Samstag finden eine Reihe von spannenden WS zu Themen wie Adbusting, Forumtheater, Kommunikationsguerilla und subversiver Kampagnenarbeit statt. Das kollektiv orangotango widmet sich dabei der Frage welche Potentiale und Grenzen die Methode des kollektiven Kartierens als Werkzeug für emanzipatorische und politische Praxen bietet.

Am Sonntag rundet ein interner kritischer Stadtrundgang von pappsatt und orangotango zu Graffiti und Streetart in Kreuzberg den Exkurs zu „Kunst und Aktivismus“ ab.

Die Workshops am Samstag sowie die Ausstellung am Freitag sind auch für interessierte Leute offen, die nicht am Campus-Weiterbildunsgprogramm teilnehmen. Bei Interesse bitte unter weiterbildung@rosalux.de anmelden.

Das genaue Programm findet ihr hier.

Manuale di Cartografia Collettiva Critica

Nach Übersetzungen ins Weißrussische und Französische gibt es das Handbuch Kollektives Kritisches Kartieren jetzt auch auf Italienisch: Manuale di Cartografia Critica Colletiva. Möglich wurde diese Übersetzung durch die Zusammenarbeit mit dem WOTS Magazin und Eleonora Guadagno von der Universität “L’Orientale” in Neapel.