PTK-Album „ungerächte Welt“ mit Kreuzberg-Karte

Der Kreuzberger Rapper PTK bringt am 30. Juni sein neues Album „ungerächte Welt“ raus. In der dazugehörigen Box sind neben dem neuen Album und einer Zusatz-DVD auch Infomaterial wie die Broschüre „Deutschland macht dicht” des Bündnisses für bedingungsloses Bleiberecht sowie die aktualisierte Kreuzberg-Karte. Neben neuen Format und der Aktualisierung der Prozesse um Aufwertung, Verdrängung und Widerstand in Kreuzberg wurden auch Orte kartiert, an denen PTK seine ersten Schritte gemacht hat und sich heute gegen Verdrängung und Rassismus engagiert.

Wir sind gespannt aufs neue Album!

Ein großes Danke an dieser Stelle auch an reclaim your city und pappsatt für die große Unterstützung bei der Umsetzung!


Hier gibt’s die Karte auch zum Downlaod:
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Kiezladen Friedelstr. 54 bleibt!

Am Morgen des 29. Junis soll der Kiezladen in der Friedelstr. 54 in Berlin-Neukölln geräumt werden. Angesichts der zunehmenden Umstrukturierung unserer Kieze müssen unkommerzielle und selbstverwaltete Freiräume dringend erhalten bleiben. Kommt daher zur Räumung. Gemeinsam können wir uns wehren gegen hohe Mieten, Verdrängung und Zwangsräumung!

Für ein Recht auf Stadt und solidarische Kieze!

A metodologia da Nova Cartografia Social da Amazônia no Brasil e na Alemanha

Am Donnerstag den 29. Juni organisiert die Forschungsgruppe “Bioökonomie und soziale Ungleichheiten” der Uni Jena zusammen mit dem FDCL einen Workshop mit Alfredo Wagner Berno de Almeida und Rosa Acevedo Marin vom brasilianischen Projekt “Nova Cartografia Social da Amazônia” (NCSA). Bei dem WS geht es darum die partizipative Methode der NCSA als Werkzeug für die politische Praxis im gegenwärtigen polit-ökonomischen Kontext in Brasilien vorzustellen. Darüber hinaus soll ein Dialog zwischen Forschungsgruppen und sozialen Bewegungen angeregt werden, um eine mögliche Zusammenarbeit in Brasilien und Deutschland auszuloten.
Uns haben die Arbeiten und die Herangehensweise der NCSA bei unserer Kartierungs-Praxis und -Theorie sehr inspiriert.

Die Veranstaltung wird auf portugiesisch und portunhol stattfinden.

Zeit: 29.06.2017 / 14:00 bis 17:30 Uhr
Ort: Laube in den Prinzessinnengärten (Moritzplatz, Berlin-Kreuzberg)

Kunst & Aktivismus

Am Wochenende vom 21. bis 23. April 2017 findet im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Rosa-Luxemburg Stiftung „Campus für eine Weltverändernde Praxis“ der Exkurs-Baustein zu „Kunst und Aktivismus“ in Berlin statt, bei dem auch das kollektiv orangotango fleißig vertreten sein wird.

Los geht’s am Freitag den 21.04. um 18 Uhr in der Vierten Welt (Adalbertstr. 96) mit einer Ausstellung und anschließenden Podiumsdiskussion (ab 20 Uhr) zu künstlerisch-aktivistischen Projekten.

Am Samstag finden eine Reihe von spannenden WS zu Themen wie Adbusting, Forumtheater, Kommunikationsguerilla und subversiver Kampagnenarbeit statt. Das kollektiv orangotango widmet sich dabei der Frage welche Potentiale und Grenzen die Methode des kollektiven Kartierens als Werkzeug für emanzipatorische und politische Praxen bietet.

Am Sonntag rundet ein interner kritischer Stadtrundgang von pappsatt und orangotango zu Graffiti und Streetart in Kreuzberg den Exkurs zu „Kunst und Aktivismus“ ab.

Die Workshops am Samstag sowie die Ausstellung am Freitag sind auch für interessierte Leute offen, die nicht am Campus-Weiterbildunsgprogramm teilnehmen. Bei Interesse bitte unter weiterbildung@rosalux.de anmelden.

Das genaue Programm findet ihr hier.

Manuale di Cartografia Collettiva Critica

Nach Übersetzungen ins Weißrussische und Französische gibt es das Handbuch Kollektives Kritisches Kartieren jetzt auch auf Italienisch: Manuale di Cartografia Critica Colletiva. Möglich wurde diese Übersetzung durch die Zusammenarbeit mit dem WOTS Magazin und Eleonora Guadagno von der Universität “L’Orientale” in Neapel.

Epplehaus Tübingen neu bemalt

Das selbstverwaltete Jugendzentrum Epplehaus Tübingen bietet, seit der Besetzung nach einem Ton Steine Scherben-Konzert 1972 Raum für Jugendkultur, Debatten und Selbstorganisation. 2007 war kollektiv orangotango an der großflächigen Bemalung der Frontfassade des Epplehaus beteiligt. Nach zehn Jahren war es Zeit für eine neue Gestaltung, an der wir uns wieder in Planung und Durchführung beteiligten. Dieses mal wurde auch die Seitenwand in voller Höhe bemalt.

Um alle Details, Figuren und Messages dieser Bemalung zu entdecken, muss mensch einmal in Tübingen vorbeikommen!

Ankommen !

Im Projekt Neue Expert*innen erhebt das Haus der Kulturen der Welt – HKW den Anspruch Schüler*innen der Staatlichen Europaschulen Berlins den Status von Expert*innen in Fragen Migrations- und Ankommensgesellschaft zuzuerkennen. In unserer Kooperation mit dem HKW war es uns wichtig Ankommen nicht als ein Problem zu verstehen, dass nur im Zusammenhang aktueller Vertreibungen und Fluchtbewegungen relevant wird. Stattdessen stellt es einen Grundbestandteil aller Gesellschaften dar, der auf verschiedensten Maßstabsebenen stattfindet und das physisch-räumliche ebenso einschließt wie das soziale oder psychologische Ankommen.

So beschäftigten wir uns eine Woche lang gemeinsam mit Expert*innen von der Robert-Jungk-Oberschule damit, was Ankommen in Berlin bedeutet. Aufbauend auf persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden diskutierten wir Schwierigkeiten und Erfolge des Ankommens. Auf Exkursionen kamen wir mit weiteren spezifischen Ankommenserfahrungen in Kontakt. Jugendliche des Jugendtheaterbüros Berlin in Moabit und Dieter von querstadtein in Charlottenburg brachten uns weitere Probleme, Strategien und Utopien des Ankommens näher.

In lebhafter Diskussion und kunterbunten Malsessions entstand aus diesen Ankommenserfahrungen ein Wimmelbild voller Geschichten, Träume und Forderungen sowie das Wandbild ‚Ankommen city‘. Die Essenz aus der einwöchigen künstlerisch-aktionsforschenden Beschäftigung mit dem Thema ist außerdem auf einer Wand der Robert-Jungk-Oberschule in Form von vielfarbig und mehrsprachig gesprühten Parolen zusammengefasst: „Freundschaft, Respekt, Verständigung, Liebe, Wohnort, Protest“!

Wir möchten uns sehr bei den Expert*Innen für dieses Projekt bedanken, ohne euch hätte es nur halb so viel Spaß gemacht. Eure Geduld mit uns ist bewundernswert.

#holmbleibt

Berlin braucht bezahlbare Mieten und eine demokratische Stadtentwicklung. Das fordert die Petition #holmbleibt auf Initiative des Mietenvolksentscheids Berlins als Antwort auf die jüngste Schmutzkampagne gegen die Ernennung des kritischen Stadtforschers Andrej Holm zum Staatsekretär für Wohnen im neuen Berliner Senat. Auch wenn noch unklar ist, welche konkreten Handlungsräume für Andrej Holm in seinem neuen Amt überhaupt bestehen, kann seine Ernennung zumindest als eine (dringend notwendige) mieten- und stadtpolitische Neuorientierung gedeutet werden. Ein Indiz dafür sind auch die zum Teil heftigen Reaktionen der Immobilienwirtschaft und ihrer Steigbügelhalter in Form einer massiven Gegenkampagne. Hierbei geht es allerdings nicht um seine mögliche Beteiligung am Repressions- und Überwachungsapparat der DDR, sondern um die Verhinderung einer anderen Stadtpolitik. Damit ein erster Schritt hin zu einer Stadtpolitik getan werden kann, die nicht nach den Profitinteressen der Immobilienwirtschaft ausgerichtet ist, sondern nach den sozialen Bedürfnissen der Menschen die in Berlin leben, fordern auch wir: Holm bleibt!

Wie Andrej Holm sind auch wir der Meinung, dass dieser Schritt allerdings nur mit einer starken stadtpolitischen Bewegung von unten möglich ist.

Falls ihr der gleichen Meinung seid unterzeichnet die Petition und teilt den Aufruf: #holmbleibt

Aktionswoche “Gedenken und Widerstand” – Filme gegen das Vergessen

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Im Anschluss an die Gedenkdemonstration für die Opfer des NSU heute (13 Uhr // Karl-Marx/Ecke Werbellinstr, Nähe U Rathaus Neukölln)  schließt die Aktionswoche “Gedenken und Widerstand” – 5 Jahre nach dem Auffliegen des NSU – mit Filmen gegen das Vergessen im Movimiento Kino ab 17.00h. Unter anderem wird die Dokumentation “Les coups de leurs privilèges” (2016, 50 min, Frz mit deutschen UT) in Anwesenheit der Regisseurin Sabrina Chebbi gezeigt, die sich mit der Selbstorganisierung von Betroffenen rassistischer Polizeigewalt in Frankreich beschäftigt und an deren Übersetzung für die Untertitel wir mitgearbeitet haben. Los geht’s ab 18.00h. Das ganze Programm und mehr Informationen findet Ihr hier.

Manuel de Cartographie Collective et Critique en français

Dank der riesigen Hilfe von Marie haben wir das Handbuch Kollektives Kritisches Kartieren auf Französisch übersetzt:

Depuis leur invention, les cartes représentent la traduction graphique de rapports de domination. Elles ont en effet été mises au service des dirigeants pour qui elles tenaient lieu d’outil de contrôle et d’expansion de leurs sphères d’influence. Aujourd´hui,  les  cartes  sont  accessibles  à  une  grande  partie  de  manuel-de-cartographie-collective-et-critiquela population  sous  des  formes  variées  et  parfois  même  gratuitement sur  internet. Cependant, elles demeurent le reflet de discours, d’idéologies et de perceptions subjectives. Des approches critiques de la cartographie émergent dans le contexte des nouveaux mouvements sociaux en Amérique Latine. La « cartographie résistante » sert de support à l’éducation politique et aux processus décisionnels ainsi que d’outil pour la pratique politique, comme en Argentine sous le nom de « mapeo colectivo » [1] ou au Brésil  sous celui de « cartografia social » [2]. Elle offre un grand potentiel pour analyser les disparités sociales, soutenir les acteurs militants et renforcer les coopérations et les processus de mise en réseau. La traduction du manuel « Kollektives Kritisches Kartieren » en français vise à permettre la diffusion dans des contextes francophones d’une méthode horizontale, créative et collective de la cartographie critique.

[1] www.iconoclasistas.com.ar // [2] http://www.novacartografiasocial.com