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Not-an-Atlas @ FoWe kritische Geographie 2019

Seit Herbst 2008 findet regelmäßig die Forschungswerkstatt Kritische Geographie statt. Sie hat den Anspruch, einen Rahmen für eine explizit kritische Debatte raumbezogener Inhalte und selbstbestimmtes Lernen zu schaffen. Dieses Jahr wird sie vom 14.-16.6. in Berlin stattfinden und verspricht ein  super interessantes Programm, u.a. zu den Themen”Mapping”, “Praxis Macht Wissen”, “Verräumlichung von Digitalisierung”  und “Ton, Steine, Schluff: Kritische Gesellschaftsforschung und der Dualismus Natur-Gesellschaft”. Nachdem wir bereits beim Kongress der Kritischen Geographie 2017 in Tübingen Auszüge des Not-an-Atlas ausstellten, sind wir nun auch wieder in Berlin dabei und zeigen Teile der Sammlung widerständiger Karten aus “This Is Not an Atlas” von Freitag bis Sonntag in den Mehringhöfen der SFE. Samstag Abend ab 19h30 präsentieren wir dort außerdem den Dokumentarfilm “This Is Not an Atlas – A Documentary on Counter-Cartographies”.

Kunst im Öffentlichen Raum – Terminal-Festival

Das Terminal Festival in Udine, Italien vereint zeitgenössischen Zirkus, visuelle und performative Künste. Seit 2016 läd es einmal jährlich Künstler*innen und Bewohner*innen ein, sich gemeinsam auf unerwartete Reisen in und durch den städtischen Raum zu begeben. Für drei Tage werden Udines Verkehrsinseln zu Bühnen, öffentliche Verkehrsmittel zu Vehikeln durch Geschichte(n) und die Piazza Venerio zum Austragungsort von Spektakeln und hitzigen Debatten. In Performances und Diskussionen wird das sich gegenseitig befruchtende und potentiell revoluzionäre Verhältnis von Kunst und öffentlichem Raum erforscht.


Auf Einladung der Kooperative Punto Zero beteiligten wir uns an dem öffentlichen Gespräch Geografie dello Spazio Condiviso und diskutierten mit Aktivist*innen, Künstler*innen und Anwohner*innen über kollektive Aneignung öffentlicher Räume.

Kartographie im Dreamlab – Hyperwerk, Basel

Im ‘Dreamlab’ diskutieren Studierende des Bachelor Prozessgestaltung am Institut Hyperwerk der HGK Basel Thematiken am Schnittpunkt zwischen Gesellschaft und Gestaltung. Gemeinsam mit Max Siebenhaar begleitete kollektiv orangotango diesen Prozess in einem Kartierungsworkshop. In einer Woche entstanden vielfältigste Karten: Rubbellos-Karten, mit dem Versprechen im Quartier das ‘Große Glück’ zu finden; ein ‘Konsumat’, in dem Gruppen ihr kollektives Konsum-Gewissen kartieren können; eine Installation, die geschichtliche und aktuelle globale Verstrickungen des Campus-Raums – ehemals Zollfreilager – projeziert; eine Kartierung zur Reflexion des anderhalbjährigen Gruppenprozesses des Jahrgangs ‘Diciannove’ am Hyperwerk…
Mit den Studis diskutierten wir außerdem die Arbeit von kollektiv orangotango, das Potential transdisziplinärer Forschung und gestalterische Strategien für kritische Wissenschaft und Aktivismus.

‘Sobre unos y otros mapas’ – tutorial de cartografía

Nuestro tutorial de pizarra blanca Von Eigenen und anderen Karten -dibujado por Jonathan Wright – es una introducción rápida y fácil a la cartografía crítica y a los procesos de mapeo colectivo. La versión en español, ‘Sobre unos y otros mapas’, ha sido creada por TuTela con la colaboración de Dresda Emma Méndez de la Brena. Este vídeo puede resultar una herramienta útil en el mundo hispanohablante para el mapeo colectivo en nuestro barrio, club juvenil, movimento social o Universidad…

TuTela Network ha realizado mapeos colectivos en sus talleres tanto con estudiantes de colegio y universitari@s como con otros colectivos, utilizando los conocimientos y materiales de kollektiv orangotango como guía técnica e inspiración. De la misma forma, la colaboración con kollektiv orangotango contribuyó a los procesos de mapeo colectivo tanto en el proyecto ‘Albayzín, patrimonio humano‘, realizado por el colegio Gómez Moreno, como en los talleres del Ajuntamiento – Plataforma Vecinal Albayzín en Granada.

Spanish version ‘Sobre unos y otros mapas’

Our Whiteboard-Tutorial ‘Von eigenen und anderen Karten‘ – drawing by Jonathan Wright – is a quick and easy introduction to critical cartography and collective mapping. The Spanish version ‘Sobre unos y otros mapas’ has now been created by TuTela in collaboration with Dresda Emma Méndez de la Brena. The video may be a useful tool for collective mapping in your neighborhood, youth club, social movement or university in the Spanish-speaking world.

In their workshops, the TuTela Network has realised collective mappings with school and university students and resident groups, using kollektiv orangotango’s knowledge and materials both as a technical guide and inspiration. Similarly, the collaboration with kollektiv orangotango contributed to collective mapping processes in the project ‘Albayzín, patrimonio humano‘ realised by the Gómez Moreno Elementary School and in the workshops of the Ajuntamiento-Plataforma Vecinal Albayzín in Granada.

Habitat Happy – Ausstellung

Vom 15. Dezember 2018 bis 12. Januar 2019 ist im neurotitan in Berlin die Ausstellung Habitat Happy zu sehen, die künstlerische und aktivistische Perspektiven auf menschlichen Wohnraum im Kontext sozialer Segregation, Mieterhöhung, Verdrängung und Entmietung zusammenbringt.
Teil der Ausstellung sind auch unsere companheiros Fabio Vieira und Bruno Rodrigues vom Coletivo Ardepixo aus São Paulo.

Pixação Lecture – Basel

Gemeinsam mit dem Kollektiv Ardepixo veranstalten wir am 29. November 2018 eine Pixação Lecture in der Brasilea in Basel. Dabei teilen die Pixadores / Künstler Bruno Rodrigues und Fabio Vieira Pixo-Techniken und Erfahrungen von den aus den Quebradas un den Hochhausfassaden des Zentrums São Paulos. In ihrem Beitrag berichtet die Kriminologin Dr. Paula Larruscahim berichtet über strukturelle Gewalt und die Kriminalisierung urbaner Jugendkultur in Brasilien.

Gemeinsam die Hände dreckig machen

Diese Publikation öffnet den Blick für das Innenleben und die Geschichte von kollektiv orangotango. Teile davon sind dafür in gemeinschaftlicher Arbeit im Kollektiv entstanden. »Gemeinsam die Hände dreckig machen« gibt Einblicke in Aktionsforschungen zu urbanen Gärten und kritischen Karten zwischen Berlin und Medellín. Durch den Versuch, Praxis und Theorie zusammenzubringen, wird mit dieser Art der Forschung Wissenschaft in ein Werkzeug des Widerstands verwandelt. Severin Halder diskutiert u.a. im Dialog mit Eric Swyngedouw und Christa Müller die Erfahrungen und Erkenntnisse, die die Gartenbewegung, das Allmende-Kontor und das kollektiv orangotango gewonnen haben. Dabei wird ein kritisch-solidarischer Blick auf urbane Gärten und kollektive Kartierungen geworfen, auf ihre emanzipatorischen Potentiale – aber auch ihre Grenzen und Widersprüche.

www.dreckigehaende.de

Karte Aufwertung, Verdrängung und Widerstand in Kreuzberg 36

Die Karte über Aufwertungs-, Verdrängungs- und Widerstandsprozesse in Kreuzberg 36 wurde aktualisiert und hat dabei auch gleich noch ein neues Format erhalten.

Dabei zeigt sich, dass die Verdrängungs- und Aufwertungsprozesse in den letzten Jahren natürlich weiter vorangetrieben wurden. Jeden Tag werden Menschen in Berlin zwangsgeräumt oder müssen ihre Wohnung verlassen. Mit Kiezversammlungen und Protestaktionen organisiert und wehrt sich aber auch zunehmend eine solidarische Nachbarschaft gegen diese Prozesse. Und erfolgreicher Protest etwa gegen die Verdrängung von Kleingewerbe zeigt, dass sich Widerstand und Vernetzung lohnen.

Die Karte kann sowohl als Instrument für die sozial-räumliche Analyse von immobilienwirtschaftlichen Verwertungsinteressen und profitorientierter Stadtgestaltung dienen, als auch stadtpolitischen Protest und Alternativen sichtbar machen, Anregungen für Vernetzung, stadtpolitisches Engagement und konkrete Unterstützung liefern sowie als Bildungs- und Propagandamaterial verwendet werden.

In diesem Kontext sei nochmal darauf hingewiesen, dass die Karte keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, sondern lediglich das gemeinsam zusammengetragene Wissen der Leute widerspiegelt, die am Kartierungsprozess beteiligt waren.

Fragen, Anmerkungen, Kritik können gerne an info@orangotango.info geschickt werden.

Zusammen mit der Karte wurde 2014 das Wandbild “Berlin not for Sale” an der Manteuffel- Ecke Naunynstraße gestaltet, das einige der kartierten Orte, Prozesse und Kämpfe visualisiert.

‘Schule ohne Schule’ auf dem Sundown Film Fest

Neben filmhistorischen Werken aus der Stummfilmzeit, Filmklassikern von großen Regisseuren wie Ingmar Bergman oder Stanley Kubrick, Kinderfilmen aus Ostafrika oder Spanien, Kurzfilmen aus Kolumbien oder aktuellem musikalisch-experimentellem Kino aus Berlin, wird auf dem diesjährigen Sundown Film Fest auch “Schools of Tomorrow – Schule ohne Schule” projiziert.
Der während des gleichnamigen Projekts entstandene Film dokumentiert ungewöhnliche Begegnungen zwischen Schüler*innen unterschiedlichen Alters und Herkunft und verschiedenen Elementen Tübinger Gesellschaft; kollektive Raumaneignungen, wie die Bemalung des Fahrradtunnels oder ein selbstorganisiertes Straßenfestival; aber auch die Fahrt nach Berlin, wo die Schüler*innen Erfahrungen des Projekts im Haus der Kulturen der Welt HKW vorstellten, in Workshops weitervermittelten und ihre utopischen Entwürfe für die Schulen von morgen teilten.
kollektiv orangotango lädt zur 20minütigen Filmvorführung im Kino Atelier mit anschließendem Get-together mit Tübinger Protagonist*innen des Projekt, Freund*innen, Familien, Straßenbekanntschaften…
Kino ATELIER & Café HAAG | Sonntag, 15. Juli | 14:00 Uhr | Eintritt frei