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1. Kongress der Bewegungen der KleinbäuerInnen

Orangotango grüßt den 1. Kongress der Bewegungen der KleinbäuerInnen (MPA) Brasilien.

MPA

Im Kontext einer zunehmend monokulturell und exportorientierten Landwirtschaft, kämpft die brasilianische Bewegungen der KleinbäuerInnen (Movimento dos Pequenos Agricultores) seit 1996 für Ernährungssouveränität und eine kleinteilige, regional ausgerichtete, diversifizierte Landwirtschaft.

Der MPA ist in der Via Campesina weltweit mit ländlichen sozialen Bewegungen vernetzt. In Europa arbeitet die Nyéléni Bewegung an einer Vernetzung bäuerlicher Landwirtschaft mit dem globalen Süden und auch zwischen Stadt und Land.

Auf dem Kongress der vom 12. bis 16. Oktober in São Bernardo do Campo im Bundesstaat São Paula stattfand diskutierten ca. 4.000 LandwirtInnen über die Möglichkeiten eineer Allianz zwischen städtischen und ländlichen ArbeiterInnen im Kampf um gesunde und selbstbestimmte Nahrung(-smittelproduktion).

ReclaimYourCity-Kongress 24.-27. Sept. 15

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Das wird ein Ding!
Vom 24.-27. September 2015 findet in Berlin der “Reclaim Your City”-Kongress über alternative Interventionen im städtischen Raum statt.

Wir sind mit zwei Veranstaltungen dabei:

Fr, 18:00h im Meinfloor
Rivera, Berlin, Rio
Politische Wandmalerei gestern, heute – und morgen?
Fotovortrag – Werner Brunner (Künstlergruppe Ratgeb), Interbrigadas und kollektiv orangotango

Politisch engagierte Künstler*innen und soziale Bewegungen entdeckten spätestens in den 1970er Jahren die Wandmalerei als eine öffentlich-demokratische, engagiert- partizipative Kunstform und riefen dazu auf, sich mit Pinsel und Farbe den Stadtraum zurückzuerobern.
Heute ist Graffiti und Urban Art – ob mit oder ohne konkreten politischem Inhalt – aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Urbane Kunst begleiten einerseits aktuelle Proteste z.B. gegen Aufwertung und Verdrängung im städtischen Raum, gleichzeitig ist sie Teil dieses Prozesses geworden, indem sie zur Attraktivität der Innenstadt beiträgt und Touristen und einkommensstarke Bevölkerungsschichten gleichermaßen anzieht. Aber auch die Werbeindustrie, Immobilienfirmen und das Stadtmarketing nutzen vermehrt Fassadenbilder als populäres, aufmerksamkeitserregendes Medium.

In den Foto-Vorträgen stellen politische Wandbild-Gruppen ihre Arbeit vor. Gemeinsam wollen wir der Frage nachgehen, welche gesellschaftlichen Nutzen oder politische Sprengkraft Wandbilder haben können und wie Kunst aussehen kann, die sich nicht von der Marktwirtschaft vereinnahmen lässt.

Sa, 17:00h im Theater
Kritisches Kartieren
Workshop und Bildvortrag mit politischen Karten-Initiativen (eingeladen sind u.a. Leerstandsmelder, Bizim-Kiez, Commons Xberg Karte, transforMap und Berlin besetzt); Moderation: kollektiv orangotango

Stadtkarten sind ein praktisches Werkzeug, nicht nur wenn man die richtige Straße sucht, denn sie können auch Besetzungsgeschichte festhalten, Gentrifizierung analysieren, städtische Gemeingüter visualisieren oder helfen urbane Bewegungen zu organisieren. Seit einigen Jahrzehnten werden Karten immer mehr dazu benutzt um den staatlich oder kommerziell geprägten Stadtbildern eine Sicht „von unten“ entgegenzusetzen. Eine kritische Sicht auf Karten zerpflückt die dominante Erzählweise von vermeintlich neutralen Stadtplänen. Aktivistische, künstlerische und partizipative Kartierungen stellen die herrschende Wahrnehmung von urbanen Räumen sowie deren Planung nicht nur in Frage sondern schenken alternativen Visionen und Gestaltungen Raum.

Wir wollen verschiedene Berliner Kartenprojekte spielerisch vorstellen und freundschaftlich diskutieren um die Grenzen und Möglichkeiten der kritischen Kartographie als politische Intervention gemeinsam auszuloten. Wir werden dabei euer Weltbild auf den Kopf stellen, also bringt eure Lieblingskarte mit um euch daran festzuhalten.

Kicken gegen steigende Mieten und Rassismus!

Bereits das dritte Jahr in Folge wurden beim Kiezfußballturnier „Kick it like Kreuzberg“ im Gemeinschaftsgarten Glogauer Straße 13, die Fußballschuhe geschnürt, um mit Hackentricks, Flanken und Fairplay gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus, steigende Mieten und Verdrängung zu setzen.

Action_klein

Dieses Jahr spielten die Teams von Kotti&Co, Champions ohne Grenzen, Kiez Kick Wrangelstraße, OJA Martha, Bizim Kiez sowie die spontan formierten Kick it Allstars um den begehrten Wanderpokal und für den Erhalt einer solidarischen, interkulturellen und inklusiven Nachbarschaft in Kreuzberg und darüber hinaus. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgte orangotango music.

Teamgeist, perfektes Stellungsspiel und fußballerisches Können auf Weltklasseniveau charakterisierten das Spiel der diesjährigen Gewinner, der Geflüchteten Champions ohne Grenzen aus dem Wedding (http://championsohnegrenzen.de/).

Wir bedanken uns bei allen Spieler*innen, Nachbar*innen und Aktivist*innen für diesen entspannten, gemeinschaftlich organisierten Nachmittag und sind gespannt auf die Fortsetzung im nächsten Jahr!

Einen netten Tunierbericht und schöne Fotos findet ihr auch beim Bizim Kiez.

orangotango, Kotti&Co, Glogauer 13 und OJA-Martha

Champions mit Eis_klein

Gruppenbild_klein

Kick it like Kreuzberg

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Liebe Nachbar*innen, Aktivist*innen und Fußballfreund*innen,

am Samstag, den 22. August findet im Gemeinschaftsgarten in der Glogauer Straße 13 das dritte Kiezfußballturnier „Kick it Like Kreuzberg“ statt. Die Spiele beginnen um 14 Uhr.
Auch dieses Jahr wollen wir wieder bei einem Nachbarschaftsfest zusammen kommen, Musik hören, Fußball spielen und ein Zeichen gegen Rassismus, steigende Mieten und Verdrängung setzen. Anschließend möchten wir gemeinsam grillen und chillen. Die Teams stehen fest. Keine weiteren Anmeldungen möglich!

Am Sonntag, den 23. August demonstrieren wir gemeinsam gegen steigende Mieten und Rassismus. Treffpunkt ist um 13 Uhr beim Gecekondu (Protestbungalow) am Südblock des Kotti.

Kommt vorbei, trefft Eure Freunde, lernt neue Nachbar*innen kennen und protestiert mit uns! (Demoroute: Adalbert, Naunyn, Manteuffel, Skalitzer, Görlitzer, Wrangel, Cuvry, Görli, Glogauer)

Kick it like Kreuzberg wird veranstaltet von Kotti & Co, Glogauer 13, kollektiv orangotango, OJA Martha, CISPM und der Naunynritze.

Karla Pappel kartiert Alt-Treptow – orangotango gibt Starthilfe

Im April 2015 veranstalteten wir mit der Mieter*innen-Initiative Karla Pappel einen halbtägigen Kartierungsworkshop im Berliner Stadtteil Alt-Treptow, der den Startpunkt für eine kritische Kiezkartierung vor Ort bilden sollte. (Dass die Anfrage von Karla Pappel kam, freute uns sehr! Genau das hatten wir uns nach Fertigstellung der Kreuzberg-Karte erhofft.)

Karla-Pappel-Kartierung

Nach einer kurzen Einführung in kritische Kartografien und kollektives Kartieren begannen wir mit einem Brainstorming zu den grundlegenden Zielen der Karte, wobei wir uns an folgenden Punkten orientierten: wo?/welches Gebiet? – wer kartiert eigentlich? – was?/welche Inhalte? welche nicht? – wann?/welcher Zeitraum? – für wen?/für welche Zielgruppe? – wie?/welches Layout, welche Sprache, etc.? – warum?/was soll mit der fertigen Karte passieren?

Daraufhin versuchten wir konkrete Kategorien der zu kartierenden Phänomene festzulegen und passende Icons dazu zu entwerfen bzw. aus den mitgebrachten Icon-Vorlagen auszusuchen. Außerdem besprachen wir, wie mit sensiblen Informationen zu verfahren ist, wer/welche Gruppen evtl. nicht in der Karte erscheinen möchte/n und welche Infos missbraucht werden könnten.

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Nach einer kurzen Pause ging’s dann auch schon los mit dem eigentlichen Kartieren und Verorten der Phänomene auf einer A1-Kartengrundlage des Stadtteils, die den Sommer über eigenständig von Karla Pappel bzw. gemeinsam mit weiteren Bewohner*innen Alt-Treptows weitergeführt wird.

Eine erste Gelegenheit hierfür bot sich im Rahmen der Gentrifizierungs-Frei-Tage auf der Lohmühle. Die nächste Möglichkeit dazu wird es ebenfalls auf der Lohmühle beim diesjährigen Sommerfest der Wagenburg am 15.08.2015 geben.

Wir drücken Karla Pappel und allen Alt-Treptower*innen die Daumen, dass die Karte ein brauchbares Werkzeug für die Proteste für bezahlbaren Mieten und den stadtpolitischen Widerstand sein wird und begleiten das Vorhaben in gespannter Solidarität! 😉

Pappsatt-Käppis sind auf dem Weg zur Fusion

Stell Dir vor es ist Fusion – und keiner fährt hin. Naja, auf uns trifft das dieses Jahr größtenteils zu. Für unsere Freund_innen vom Pappsatt Medienkollektiv, die sich auch dieses Jahr wieder um den Palast kümmern, gibt’s trotzdem ein bisschen Unterstützung: druckfrische Käppis.
Allen die fahren wünschen wir viel Spaß, nicht all zu viel Regen und spannende Inputs und Workshops in der Sobi-Oase.

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Mapping Alt-Treptow

Wann: So 30.06.2015 14.00 -18.00 Uhr
WO: Wagenburg Lohmühle Berlin

Am letzten Maiwochenende findet in Berlin-Alt-Treptow ein Workshop der Kiez-Ini Karla Pappel im Rahmen der Gentrifizierungs-FREI-Tage statt. Dem voraus ging ein gemeinsamer einführender Kartierungs-Workshop im April, bei dem die Grundlagen des kollektiven Kartierens besprochen und der Grundstein für diesen Kartierungsprozess gelegt wurde.

Hier der Aufruf zum Mitmachen: „Workshop für Alle – Mapping von Alt-Treptow – mit Orangotango und Karla Pappel:  Orte des Widerstands, Hausbesetzer, Gentrifizierer, Mieter*innen im Widerstand, Projekte, Architekten, Gute Orte, Beratungen. Jede Geschichte zählt. Über jeden fiesen Vermieter. Über Eigentumswohnungsbesitzer*innen, über illegale Ferienwohnungen… Komm vorbei und trag Deine Infos ein. Daraus wird unter anderem eine interaktive Webseite erstellt – die uns stärken soll.“

Reclaim your city bei Assoziation A

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Wir freuen uns zusammen mit Pappsatt, dass das Buch »Reclaim Your City – Urbane Protestbewegungen am Beispiel Berlins« bei Assoziation A erschienen ist. Besonders freuen wir uns darüber, dass auch das kollektiv orangotango darin seinen Platz gefunden hat. Sowohl kritische und kollektiven Kartierungen wie auch das Wandbild “Berlin not for sale” werden im Buch behandelt.

Morawski, Tobias
Reclaim Your City
Urbane Protestbewegungen am Beispiel Berlins
Herausgegeben vom Pappsatt Medien-Kollektiv
ISBN 978-3-86241-437-6 | ca. 168 Seiten | Paperback | Zahlreiche Abb.
| Oktober 2014 | ca. 16.00 €
Verlag Assoziation A

Eine Rezension des Buches vom deutschlandfunk gibt’s hier.

Kollektive Gartenkartierung und Garten Radtour in Medellin

Über Maria Cristina, die 2012-2013 Teil des Allmende-Kontor Gemeinschaftsgarten war, ergab sich die Möglichkeit eine Kollektive Kartierung der urbanen Gärten in Medellin zu machen. Am Tag davor wurden eine handvoll Gärten gemeinsam abgeradelt. Bald Fotos und Bericht vom Workshop.

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Einweihung Wandbild und Veröffentlichung Kiezkarte

Einladung 12Sept14 Manteuffel39

Am nächsten Freitag den 12. September möchten wir gerne mit Euch den Abschluss unseres Kartierungs- und Wandbild-Projekts zur Stadtentwicklung Kreuzbergs feiern, mit dem wir vor mehr als einem Jahr begonnen haben.
Wir werden das Wandbild “Berlin not for sale” vorstellen und einige Worte zum kollektiven Entstehungsprozess (u.a. mit der Mieter_innen-Initiative Kotti & Co., der Hausgemeinschaft Manteuffelstr. 39 und dem Medienkollektiv Pappsatt) sagen. Außerdem werden wir die druckfrische Kiezkarte “Aufwertung, Verdrängung und Widerstand in Kreuzberg” veröffentlichen und verteilen.

Für ein paar Getränke zum Anstoßen wird gesorgt sein.
Wir freuen uns auf Euch und alle, die Ihr mitbringt!

Die offizielle Einweihung des Wandbilds feierten wir am Freitag, den 12.9.2014 mit den beteiligten Initiativen und interessierten Nachbar_innen auf dem Spielplatz Manteuffel-/Naunynstraße.

Hier finden sich ein paar visuelle Eindrücke des Abends: Fotos
Zum Nachhören gibt’s hier einen Audio-Mitschnitt der Veranstaltung.

Danke dafür ans Anarchistische Radio Berlin und natürlich für die Redebeiträge der vertretenen Inis und Projekte, u.a. das Bündnis gegen Zwangsräumungen (den Redebeitrag des Bündnisses Zwangsräumung verhindern bei der Eröffnung des Wandbildes gibt’s hier), Kotti & Co, Hausgemeinschaft Manteuffelstraße 39.