Tag Archives: Recht auf Stadt

Workshop Kritisches Kartieren Heidelberg

Im Rahmen des Sommersemesterprogramms des AK Kritische Geographie Heidelberg veranstalten wir einen kritischen Kartierungs-Workshop. Nach einer theoretischen Einleitung, der die Kartographie und das Kartenerstellen aus konstruktivister Sichtweise behandeln wird, werden wir selbst zu Kartograph*innen und setzen uns dabei mit den Themen Sicherheit/Versicherheitlichung und Öffentlicher Raum in Heidelberg auseinander. Für den Workshop ist keinerlei Vorwissen notwendig. Eingeladen sind alle Interessierten aus Heidelberg und Umgebung.

Wo: Makerspace, DAI (Deutsch-Amerikanisches-Institut), Sofienstr. 6 (am Bismarckplatz), Heidelberg

Wann: Di 11.07. 17-21 Uhr

PTK-Album „ungerächte Welt“ mit Kreuzberg-Karte

Der Kreuzberger Rapper PTK bringt am 30. Juni sein neues Album „ungerächte Welt“ raus. In der dazugehörigen Box sind neben dem neuen Album und einer Zusatz-DVD auch Infomaterial wie die Broschüre „Deutschland macht dicht” des Bündnisses für bedingungsloses Bleiberecht sowie die aktualisierte Kreuzberg-Karte. Neben neuen Format und der Aktualisierung der Prozesse um Aufwertung, Verdrängung und Widerstand in Kreuzberg wurden auch Orte kartiert, an denen PTK seine ersten Schritte gemacht hat und sich heute gegen Verdrängung und Rassismus engagiert.

Wir sind gespannt aufs neue Album!

Ein großes Danke an dieser Stelle auch an reclaim your city und pappsatt für die große Unterstützung bei der Umsetzung!


Hier gibt’s die Karte auch zum Downlaod:
Kreuzbergkarte_Widerstand_Verdraengung_PTK_2017_web.

Kiezladen Friedelstr. 54 bleibt!

Am Morgen des 29. Junis soll der Kiezladen in der Friedelstr. 54 in Berlin-Neukölln geräumt werden. Angesichts der zunehmenden Umstrukturierung unserer Kieze müssen unkommerzielle und selbstverwaltete Freiräume dringend erhalten bleiben. Kommt daher zur Räumung. Gemeinsam können wir uns wehren gegen hohe Mieten, Verdrängung und Zwangsräumung!

Für ein Recht auf Stadt und solidarische Kieze!

Kunst & Aktivismus

Am Wochenende vom 21. bis 23. April 2017 findet im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Rosa-Luxemburg Stiftung „Campus für eine Weltverändernde Praxis“ der Exkurs-Baustein zu „Kunst und Aktivismus“ in Berlin statt, bei dem auch das kollektiv orangotango fleißig vertreten sein wird.

Los geht’s am Freitag den 21.04. um 18 Uhr in der Vierten Welt (Adalbertstr. 96) mit einer Ausstellung und anschließenden Podiumsdiskussion (ab 20 Uhr) zu künstlerisch-aktivistischen Projekten.

Am Samstag finden eine Reihe von spannenden WS zu Themen wie Adbusting, Forumtheater, Kommunikationsguerilla und subversiver Kampagnenarbeit statt. Das kollektiv orangotango widmet sich dabei der Frage welche Potentiale und Grenzen die Methode des kollektiven Kartierens als Werkzeug für emanzipatorische und politische Praxen bietet.

Am Sonntag rundet ein interner kritischer Stadtrundgang von pappsatt und orangotango zu Graffiti und Streetart in Kreuzberg den Exkurs zu „Kunst und Aktivismus“ ab.

Die Workshops am Samstag sowie die Ausstellung am Freitag sind auch für interessierte Leute offen, die nicht am Campus-Weiterbildunsgprogramm teilnehmen. Bei Interesse bitte unter weiterbildung@rosalux.de anmelden.

Das genaue Programm findet ihr hier.

Epplehaus Tübingen neu bemalt

Das selbstverwaltete Jugendzentrum Epplehaus Tübingen bietet, seit der Besetzung nach einem Ton Steine Scherben-Konzert 1972 Raum für Jugendkultur, Debatten und Selbstorganisation. 2007 war kollektiv orangotango an der großflächigen Bemalung der Frontfassade des Epplehaus beteiligt. Nach zehn Jahren war es Zeit für eine neue Gestaltung, an der wir uns wieder in Planung und Durchführung beteiligten. Dieses mal wurde auch die Seitenwand in voller Höhe bemalt.

Um alle Details, Figuren und Messages dieser Bemalung zu entdecken, muss mensch einmal in Tübingen vorbeikommen!

Ankommen !

Im Projekt Neue Expert*innen erhebt das Haus der Kulturen der Welt – HKW den Anspruch Schüler*innen der Staatlichen Europaschulen Berlins den Status von Expert*innen in Fragen Migrations- und Ankommensgesellschaft zuzuerkennen. In unserer Kooperation mit dem HKW war es uns wichtig Ankommen nicht als ein Problem zu verstehen, dass nur im Zusammenhang aktueller Vertreibungen und Fluchtbewegungen relevant wird. Stattdessen stellt es einen Grundbestandteil aller Gesellschaften dar, der auf verschiedensten Maßstabsebenen stattfindet und das physisch-räumliche ebenso einschließt wie das soziale oder psychologische Ankommen.

So beschäftigten wir uns eine Woche lang gemeinsam mit Expert*innen von der Robert-Jungk-Oberschule damit, was Ankommen in Berlin bedeutet. Aufbauend auf persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden diskutierten wir Schwierigkeiten und Erfolge des Ankommens. Auf Exkursionen kamen wir mit weiteren spezifischen Ankommenserfahrungen in Kontakt. Jugendliche des Jugendtheaterbüros Berlin in Moabit und Dieter von querstadtein in Charlottenburg brachten uns weitere Probleme, Strategien und Utopien des Ankommens näher.

In lebhafter Diskussion und kunterbunten Malsessions entstand aus diesen Ankommenserfahrungen ein Wimmelbild voller Geschichten, Träume und Forderungen sowie das Wandbild ‚Ankommen city‘. Die Essenz aus der einwöchigen künstlerisch-aktionsforschenden Beschäftigung mit dem Thema ist außerdem auf einer Wand der Robert-Jungk-Oberschule in Form von vielfarbig und mehrsprachig gesprühten Parolen zusammengefasst: „Freundschaft, Respekt, Verständigung, Liebe, Wohnort, Protest“!

Wir möchten uns sehr bei den Expert*Innen für dieses Projekt bedanken, ohne euch hätte es nur halb so viel Spaß gemacht. Eure Geduld mit uns ist bewundernswert.

#holmbleibt

Berlin braucht bezahlbare Mieten und eine demokratische Stadtentwicklung. Das fordert die Petition #holmbleibt auf Initiative des Mietenvolksentscheids Berlins als Antwort auf die jüngste Schmutzkampagne gegen die Ernennung des kritischen Stadtforschers Andrej Holm zum Staatsekretär für Wohnen im neuen Berliner Senat. Auch wenn noch unklar ist, welche konkreten Handlungsräume für Andrej Holm in seinem neuen Amt überhaupt bestehen, kann seine Ernennung zumindest als eine (dringend notwendige) mieten- und stadtpolitische Neuorientierung gedeutet werden. Ein Indiz dafür sind auch die zum Teil heftigen Reaktionen der Immobilienwirtschaft und ihrer Steigbügelhalter in Form einer massiven Gegenkampagne. Hierbei geht es allerdings nicht um seine mögliche Beteiligung am Repressions- und Überwachungsapparat der DDR, sondern um die Verhinderung einer anderen Stadtpolitik. Damit ein erster Schritt hin zu einer Stadtpolitik getan werden kann, die nicht nach den Profitinteressen der Immobilienwirtschaft ausgerichtet ist, sondern nach den sozialen Bedürfnissen der Menschen die in Berlin leben, fordern auch wir: Holm bleibt!

Wie Andrej Holm sind auch wir der Meinung, dass dieser Schritt allerdings nur mit einer starken stadtpolitischen Bewegung von unten möglich ist.

Falls ihr der gleichen Meinung seid unterzeichnet die Petition und teilt den Aufruf: #holmbleibt

Kiezkämpfe und Protestkunst in Kreuzberg – Ein Spaziergang zu Aufwertung, Verdrängung und Widerstand mit Blick auf politische Wandmalereien

Kreuzberg ist seit Jahren Austragungsort unterschiedlichster gesellschaftlicher Konflikte und Kämpfe und steht exemplarisch für die gegenwärtigen Konflikte um Aufwertung und Verdrängung in Berlin. Künstlerische Interventionen im urbanen Raum waren und sind dabei oftmals Ausdruck sowie beliebtes Mittel der Kommunikation von Protest, um politischen Forderungen Ausdruck zu verleihen und Stadtraum anzueignen und mitzugestalten. Bis heute sind diese künstlerischen und politischen Aneignungen von Gebäudefassaden zentraler Bestandteil des Erscheinungsbildes des Bezirks und tragen nicht zu Letzt auch zu dessen hippem, kreativem Image bei, welches gerne im Zuge von unternehmerischen Stadtpolitikstrategien vermarktet wird.

Dieser Kiezspaziergang führt zurück in die Anfangszeiten von künstlerischen urbanen Aktivismus im öffentlichen Raum in Kreuzberg und thematisiert dabei vergangene und aktuelle Konflikte im Bezirk. Dabei gehen wir auf die Suche nach alten Hausbesetzer_innen-Graffiti, Wandbildern aus den wilden Neunzigerjahren und Graffiti- und Streetart-Pieces, die im Kontext aktueller Kämpfe entstanden sind.

Auf dem Weg treffen wir einige Aktive aus lokalen Bewegungen, die von ihren Beweggründen und Strategien berichten.

Datum: 24.09.2016
Zeit: 13.00 Uhr (Dauer ca. 2,5 h)
Treffpunkt: Bethaniendamm / Ecke Adalbertstraße, Berlin-Kreuzberg

Der Spaziergang findet im Rahmen der Kiezspaziergänge der Kritischen Geographie Berlin statt. Alle Termine und weitere Infos gibt’s hier.

„Organize – United Neighbours gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung“

Unter dem Motto „Organize – United Neighbours – Solidarische Kieze aufbauen“ gehen am 30.04.2016 in Berlin Wedding stadtpolitische Bewegungen auf die Straße, um gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung und für eine solidarische Stadt von unten zu demonstrieren. Die Route samt Infos über lokale Verdrängungs- und Ausgrenzungsprozesse im Wedding ist bereits online.

Treffpunkt ist um 16:30 Uhr an der U-Bahnhaltestelle U8/U9 Osloerstraße

Mehr Infos und Aufruf zum stadtpolitischen Aktions- und Kampftag gibts hier.

Kaffee Kuchen Karte – Wem gehört eigentlich St. Pauli?

kaffee kuchen karte_web1

Lasst uns unser Wissen zu der Frage zusammentragen, wem eigentlich die Häuser und Wohnungen im Stadtteil gehören und unsere digitale Karte direkt und gemeinsam damit füttern. Dazu seid ihr herzlich eingeladen!

Samstag, 28.11.2015, 15-18 Uhr
Art Store / Wohlwillstr. 10
(mit Mucke von PARA / Patrick Kolding)

Um besser über die Machtverhältnisse auf dem Immobilienmarkt auf St. Pauli Bescheid zu wissen, haben wir angefangen eine Karte zu erstellen. Je mehr Informationen wir auf dieser Karte zusammentragen, desto besser wird sich abbilden, wie viele Häuser und Wohnungen z.B. noch in städtischer Hand sind, wie viele großen Immobilienunternehmen gehören, wie viele einzelnen Privatpersonen, usw.

Da keine_r von uns ins Grundbuchamt gehen und eine Übersicht aller Immobilieneigentümer_innen fordern kann, wollen wir eine solche Übersicht gemäß dem Motto „St. Pauli selber machen“ mit euch zusammen selber erstellen.

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