Tag Archives: Reclaim Your City

Kunst & Aktivismus

Am Wochenende vom 21. bis 23. April 2017 findet im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Rosa-Luxemburg Stiftung „Campus für eine Weltverändernde Praxis“ der Exkurs-Baustein zu „Kunst und Aktivismus“ in Berlin statt, bei dem auch das kollektiv orangotango fleißig vertreten sein wird.

Los geht’s am Freitag den 21.04. um 18 Uhr in der Vierten Welt (Adalbertstr. 96) mit einer Ausstellung und anschließenden Podiumsdiskussion (ab 20 Uhr) zu künstlerisch-aktivistischen Projekten.

Am Samstag finden eine Reihe von spannenden WS zu Themen wie Adbusting, Forumtheater, Kommunikationsguerilla und subversiver Kampagnenarbeit statt. Das kollektiv orangotango widmet sich dabei der Frage welche Potentiale und Grenzen die Methode des kollektiven Kartierens als Werkzeug für emanzipatorische und politische Praxen bietet.

Am Sonntag rundet ein interner kritischer Stadtrundgang von pappsatt und orangotango zu Graffiti und Streetart in Kreuzberg den Exkurs zu „Kunst und Aktivismus“ ab.

Die Workshops am Samstag sowie die Ausstellung am Freitag sind auch für interessierte Leute offen, die nicht am Campus-Weiterbildunsgprogramm teilnehmen. Bei Interesse bitte unter weiterbildung@rosalux.de anmelden.

Das genaue Programm findet ihr hier.

Epplehaus Tübingen neu bemalt

Das selbstverwaltete Jugendzentrum Epplehaus Tübingen bietet, seit der Besetzung nach einem Ton Steine Scherben-Konzert 1972 Raum für Jugendkultur, Debatten und Selbstorganisation. 2007 war kollektiv orangotango an der großflächigen Bemalung der Frontfassade des Epplehaus beteiligt. Nach zehn Jahren war es Zeit für eine neue Gestaltung, an der wir uns wieder in Planung und Durchführung beteiligten. Dieses mal wurde auch die Seitenwand in voller Höhe bemalt.

Um alle Details, Figuren und Messages dieser Bemalung zu entdecken, muss mensch einmal in Tübingen vorbeikommen!

Kiezkämpfe und Protestkunst in Kreuzberg – Ein Spaziergang zu Aufwertung, Verdrängung und Widerstand mit Blick auf politische Wandmalereien

Kreuzberg ist seit Jahren Austragungsort unterschiedlichster gesellschaftlicher Konflikte und Kämpfe und steht exemplarisch für die gegenwärtigen Konflikte um Aufwertung und Verdrängung in Berlin. Künstlerische Interventionen im urbanen Raum waren und sind dabei oftmals Ausdruck sowie beliebtes Mittel der Kommunikation von Protest, um politischen Forderungen Ausdruck zu verleihen und Stadtraum anzueignen und mitzugestalten. Bis heute sind diese künstlerischen und politischen Aneignungen von Gebäudefassaden zentraler Bestandteil des Erscheinungsbildes des Bezirks und tragen nicht zu Letzt auch zu dessen hippem, kreativem Image bei, welches gerne im Zuge von unternehmerischen Stadtpolitikstrategien vermarktet wird.

Dieser Kiezspaziergang führt zurück in die Anfangszeiten von künstlerischen urbanen Aktivismus im öffentlichen Raum in Kreuzberg und thematisiert dabei vergangene und aktuelle Konflikte im Bezirk. Dabei gehen wir auf die Suche nach alten Hausbesetzer_innen-Graffiti, Wandbildern aus den wilden Neunzigerjahren und Graffiti- und Streetart-Pieces, die im Kontext aktueller Kämpfe entstanden sind.

Auf dem Weg treffen wir einige Aktive aus lokalen Bewegungen, die von ihren Beweggründen und Strategien berichten.

Datum: 24.09.2016
Zeit: 13.00 Uhr (Dauer ca. 2,5 h)
Treffpunkt: Bethaniendamm / Ecke Adalbertstraße, Berlin-Kreuzberg

Der Spaziergang findet im Rahmen der Kiezspaziergänge der Kritischen Geographie Berlin statt. Alle Termine und weitere Infos gibt’s hier.

Kritischer Kartierungs-Workshop


Am 09.08.2016 organisiert orangotango einen Kartierungs-WS im Rahmen des deutsch-mexikanischen Austauschprojekts „Nuestro Barrio“. Das Projekt bringt Künstler_innengruppen der freien Szene Berlins und Mexico Stadt zusammen um einen langfristigen Austausch zwischen den Akteuren beider Städte aufzubauen. Im Rahmen des WS erkunden wir, inwiefern kollektive und kritische Kartierungen als praktisches Werkzeug genutzt werden können, um die herrschende Wahrnehmung von urbanen Räumen in Frage zu stellen, alternative Visionen von gesellschaftlichem Zusammenleben sichtbar zu machen oder sie sogar zu ermöglichen.

Los geht’s ab 18 Uhr in den Räumlichkeiten der Galerie neurotitan in der Rosenthalerstraße 39 in Berlin Mitte.

„Organize – United Neighbours gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung“

Unter dem Motto „Organize – United Neighbours – Solidarische Kieze aufbauen“ gehen am 30.04.2016 in Berlin Wedding stadtpolitische Bewegungen auf die Straße, um gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung und für eine solidarische Stadt von unten zu demonstrieren. Die Route samt Infos über lokale Verdrängungs- und Ausgrenzungsprozesse im Wedding ist bereits online.

Treffpunkt ist um 16:30 Uhr an der U-Bahnhaltestelle U8/U9 Osloerstraße

Mehr Infos und Aufruf zum stadtpolitischen Aktions- und Kampftag gibts hier.

ReclaimYourCity-Kongress 24.-27. Sept. 15

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Das wird ein Ding!
Vom 24.-27. September 2015 findet in Berlin der “Reclaim Your City”-Kongress über alternative Interventionen im städtischen Raum statt.

Wir sind mit zwei Veranstaltungen dabei:

Fr, 18:00h im Meinfloor
Rivera, Berlin, Rio
Politische Wandmalerei gestern, heute – und morgen?
Fotovortrag – Werner Brunner (Künstlergruppe Ratgeb), Interbrigadas und kollektiv orangotango

Politisch engagierte Künstler*innen und soziale Bewegungen entdeckten spätestens in den 1970er Jahren die Wandmalerei als eine öffentlich-demokratische, engagiert- partizipative Kunstform und riefen dazu auf, sich mit Pinsel und Farbe den Stadtraum zurückzuerobern.
Heute ist Graffiti und Urban Art – ob mit oder ohne konkreten politischem Inhalt – aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Urbane Kunst begleiten einerseits aktuelle Proteste z.B. gegen Aufwertung und Verdrängung im städtischen Raum, gleichzeitig ist sie Teil dieses Prozesses geworden, indem sie zur Attraktivität der Innenstadt beiträgt und Touristen und einkommensstarke Bevölkerungsschichten gleichermaßen anzieht. Aber auch die Werbeindustrie, Immobilienfirmen und das Stadtmarketing nutzen vermehrt Fassadenbilder als populäres, aufmerksamkeitserregendes Medium.

In den Foto-Vorträgen stellen politische Wandbild-Gruppen ihre Arbeit vor. Gemeinsam wollen wir der Frage nachgehen, welche gesellschaftlichen Nutzen oder politische Sprengkraft Wandbilder haben können und wie Kunst aussehen kann, die sich nicht von der Marktwirtschaft vereinnahmen lässt.

Sa, 17:00h im Theater
Kritisches Kartieren
Workshop und Bildvortrag mit politischen Karten-Initiativen (eingeladen sind u.a. Leerstandsmelder, Bizim-Kiez, Commons Xberg Karte, transforMap und Berlin besetzt); Moderation: kollektiv orangotango

Stadtkarten sind ein praktisches Werkzeug, nicht nur wenn man die richtige Straße sucht, denn sie können auch Besetzungsgeschichte festhalten, Gentrifizierung analysieren, städtische Gemeingüter visualisieren oder helfen urbane Bewegungen zu organisieren. Seit einigen Jahrzehnten werden Karten immer mehr dazu benutzt um den staatlich oder kommerziell geprägten Stadtbildern eine Sicht „von unten“ entgegenzusetzen. Eine kritische Sicht auf Karten zerpflückt die dominante Erzählweise von vermeintlich neutralen Stadtplänen. Aktivistische, künstlerische und partizipative Kartierungen stellen die herrschende Wahrnehmung von urbanen Räumen sowie deren Planung nicht nur in Frage sondern schenken alternativen Visionen und Gestaltungen Raum.

Wir wollen verschiedene Berliner Kartenprojekte spielerisch vorstellen und freundschaftlich diskutieren um die Grenzen und Möglichkeiten der kritischen Kartographie als politische Intervention gemeinsam auszuloten. Wir werden dabei euer Weltbild auf den Kopf stellen, also bringt eure Lieblingskarte mit um euch daran festzuhalten.

FREEDOM OF MOVEMENT – für alle, überall und immer!

Weil man in den letzten Wochen angesichts der Reaktionen auf die Ankunft von Geflüchteten “gar nicht genug fressen kann, wie man kotzen möchte”, haben wir vor kurzem ein hoffentlich unmissverständliches Wandbild am Hamburger Hafen gemalt.
Die Bemalung knüpft nicht nur an die traditionsreichen Fassadenbilder der Hafenstraße-Häuser an, sondern fordert vor der Welthafenkulisse, dass Bewegungsfreiheit zuerst für Menschen, dann für Waren gelten muss.

freedom-of-movementFREEDOM OF MOVEMENT ist ein Gemeinschaftsprojekt von:
* Lampedusa in Hamburg
* kollektiv orangotango
* St. Pauli selber machen!
* Reclaim Your City

 
 
Hier geht’s zum Video. Wir würden uns freuen wenn Ihr uns Feedback gebt und das Video bei Gefallen weiterleitet, damit vielleicht noch mehr ähnliche Aktionen folgen. Außerdem suchen wir weiterhin Farben und Wände! —> info@orangotango.info

Das Video hat Jan Rosenstock vom 6ten Lachs für uns produziert, tausend Dank!
Die Musik stammt aus DJ Kitumbas “Massive Afro-House Mix”.

Ein großes Dankeschön geht auch an das Wohnprojekt Parkhaus Pinnasberg der Genossenschaft St. Pauli Hafenstraße eG für die tolle Wand- und Gastfreundschaft sowie an die Hanseatische Materialverwaltung und MEGA für die farbige Unterstützung.

Reclaim your city bei Assoziation A

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Wir freuen uns zusammen mit Pappsatt, dass das Buch »Reclaim Your City – Urbane Protestbewegungen am Beispiel Berlins« bei Assoziation A erschienen ist. Besonders freuen wir uns darüber, dass auch das kollektiv orangotango darin seinen Platz gefunden hat. Sowohl kritische und kollektiven Kartierungen wie auch das Wandbild “Berlin not for sale” werden im Buch behandelt.

Morawski, Tobias
Reclaim Your City
Urbane Protestbewegungen am Beispiel Berlins
Herausgegeben vom Pappsatt Medien-Kollektiv
ISBN 978-3-86241-437-6 | ca. 168 Seiten | Paperback | Zahlreiche Abb.
| Oktober 2014 | ca. 16.00 €
Verlag Assoziation A

Eine Rezension des Buches vom deutschlandfunk gibt’s hier.

Einweihung Wandbild und Veröffentlichung Kiezkarte

Einladung 12Sept14 Manteuffel39

Am nächsten Freitag den 12. September möchten wir gerne mit Euch den Abschluss unseres Kartierungs- und Wandbild-Projekts zur Stadtentwicklung Kreuzbergs feiern, mit dem wir vor mehr als einem Jahr begonnen haben.
Wir werden das Wandbild “Berlin not for sale” vorstellen und einige Worte zum kollektiven Entstehungsprozess (u.a. mit der Mieter_innen-Initiative Kotti & Co., der Hausgemeinschaft Manteuffelstr. 39 und dem Medienkollektiv Pappsatt) sagen. Außerdem werden wir die druckfrische Kiezkarte “Aufwertung, Verdrängung und Widerstand in Kreuzberg” veröffentlichen und verteilen.

Für ein paar Getränke zum Anstoßen wird gesorgt sein.
Wir freuen uns auf Euch und alle, die Ihr mitbringt!

Die offizielle Einweihung des Wandbilds feierten wir am Freitag, den 12.9.2014 mit den beteiligten Initiativen und interessierten Nachbar_innen auf dem Spielplatz Manteuffel-/Naunynstraße.

Hier finden sich ein paar visuelle Eindrücke des Abends: Fotos
Zum Nachhören gibt’s hier einen Audio-Mitschnitt der Veranstaltung.

Danke dafür ans Anarchistische Radio Berlin und natürlich für die Redebeiträge der vertretenen Inis und Projekte, u.a. das Bündnis gegen Zwangsräumungen (den Redebeitrag des Bündnisses Zwangsräumung verhindern bei der Eröffnung des Wandbildes gibt’s hier), Kotti & Co, Hausgemeinschaft Manteuffelstraße 39.