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PTK-Album „ungerächte Welt“ mit Kreuzberg-Karte

Der Kreuzberger Rapper PTK bringt am 30. Juni sein neues Album „ungerächte Welt“ raus. In der dazugehörigen Box sind neben dem neuen Album und einer Zusatz-DVD auch Infomaterial wie die Broschüre „Deutschland macht dicht” des Bündnisses für bedingungsloses Bleiberecht sowie die aktualisierte Kreuzberg-Karte. Neben neuen Format und der Aktualisierung der Prozesse um Aufwertung, Verdrängung und Widerstand in Kreuzberg wurden auch Orte kartiert, an denen PTK seine ersten Schritte gemacht hat und sich heute gegen Verdrängung und Rassismus engagiert.

Wir sind gespannt aufs neue Album!

Ein großes Danke an dieser Stelle auch an reclaim your city und pappsatt für die große Unterstützung bei der Umsetzung!


Hier gibt’s die Karte auch zum Downlaod:
Kreuzbergkarte_Widerstand_Verdraengung_PTK_2017_web.

Ankommen !

Im Projekt Neue Expert*innen erhebt das Haus der Kulturen der Welt – HKW den Anspruch Schüler*innen der Staatlichen Europaschulen Berlins den Status von Expert*innen in Fragen Migrations- und Ankommensgesellschaft zuzuerkennen. In unserer Kooperation mit dem HKW war es uns wichtig Ankommen nicht als ein Problem zu verstehen, dass nur im Zusammenhang aktueller Vertreibungen und Fluchtbewegungen relevant wird. Stattdessen stellt es einen Grundbestandteil aller Gesellschaften dar, der auf verschiedensten Maßstabsebenen stattfindet und das physisch-räumliche ebenso einschließt wie das soziale oder psychologische Ankommen.

So beschäftigten wir uns eine Woche lang gemeinsam mit Expert*innen von der Robert-Jungk-Oberschule damit, was Ankommen in Berlin bedeutet. Aufbauend auf persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden diskutierten wir Schwierigkeiten und Erfolge des Ankommens. Auf Exkursionen kamen wir mit weiteren spezifischen Ankommenserfahrungen in Kontakt. Jugendliche des Jugendtheaterbüros Berlin in Moabit und Dieter von querstadtein in Charlottenburg brachten uns weitere Probleme, Strategien und Utopien des Ankommens näher.

In lebhafter Diskussion und kunterbunten Malsessions entstand aus diesen Ankommenserfahrungen ein Wimmelbild voller Geschichten, Träume und Forderungen sowie das Wandbild ‚Ankommen city‘. Die Essenz aus der einwöchigen künstlerisch-aktionsforschenden Beschäftigung mit dem Thema ist außerdem auf einer Wand der Robert-Jungk-Oberschule in Form von vielfarbig und mehrsprachig gesprühten Parolen zusammengefasst: „Freundschaft, Respekt, Verständigung, Liebe, Wohnort, Protest“!

Wir möchten uns sehr bei den Expert*Innen für dieses Projekt bedanken, ohne euch hätte es nur halb so viel Spaß gemacht. Eure Geduld mit uns ist bewundernswert.

Toward a Cartography of Refugees in Berlin // فضاهای مهاجرت: تلاشی در نگاشت وض

IMG_0993_AusschnittWir wurden netterweise von Firoozeh Farvardin und Nader Talebi eingeladen im Seminar “Spaces of Migration: Toward a Cartography of Refugees in Berlin // فضاهای مهاجرت: تلاشی در نگاشت وض” am 22.06. unsere Erfahrungen mit kritischen und kollektiven Kartierungen an die Seminarteilnehmenden weiterzugeben, die zur Hälfte selbst Refugees sind. In Zusammenarbeit mit Nader und Firoozeh entstanden neue Versionen und Übersetzungen alter Bildungsmaterialien zum Selberkartieren auf Englisch und Farsi.

Es reicht! Demo gegen EU-Migrationspolitik

Die Situation ist menschenverachtender denn je! Alleine in den letzten 10 Tagen sind im Mittelmeer über 1.000 Geflüchtete und Migrant_innen ums Leben gekommen. Hinzu kommen steigende Abschiebezahlen und ein enormer Druck der EU insbesondere auf afrikanische Regierungen, Geflüchtete und Migrant_innen möglichst frühzeitig abzufangen. Dabei wird noch nicht einmal vor der Kooperation mit diktatorischen Regimen wie Eritrea oder Sudan zurückgeschreckt. Das transnationale Netzwerk Afrique-Europe-Interact ruft deshalb am 9. Juni 2016 zu einer Doppeldemonstration in Berlin auf:

Donnerstag, 9. Juni:

11.30 Uhr: Kundgebung vor der Botschaft der Republik Niger (gegen das sogenannte Migrationsinformationszentrum in Agadez im Norden Nigers, das darauf abzielt, Migrant_innen und Geflüchtete im Transit zu kontrollieren). Adresse: Machnower Str. 24, 14165 Berlin (S-Bahnhof Zehlendorf)

13.30 Uhr: Kundgebung vor der tunesischen Botschaft (gegen das Abschiebeabkommen zwischen Deutschland und Tunesien). Adresse: Lindenallee 16, 14050 Berlin (U-Bahnhof Theodor-Heuss-Platz)

16.00 Uhr: Demo vom Bundesministerium des Innern (Adresse: Alt-Moabit 140, 10557 Berlin // Nähe Hauptbahnhof) über das Bundeskanzleramt zur Europäischen Kommission am Brandenburger Tor mit langer Abschlusskundgebung.

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„Organize – United Neighbours gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung“

Unter dem Motto „Organize – United Neighbours – Solidarische Kieze aufbauen“ gehen am 30.04.2016 in Berlin Wedding stadtpolitische Bewegungen auf die Straße, um gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung und für eine solidarische Stadt von unten zu demonstrieren. Die Route samt Infos über lokale Verdrängungs- und Ausgrenzungsprozesse im Wedding ist bereits online.

Treffpunkt ist um 16:30 Uhr an der U-Bahnhaltestelle U8/U9 Osloerstraße

Mehr Infos und Aufruf zum stadtpolitischen Aktions- und Kampftag gibts hier.

ARRIVING IN BERLIN – A Refugees’ Map

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Am 27.11.2015 um 17 Uhr wird das Online Kartierungsprojekt „Arriving in Berlin – A Refugees’ Map“ bei dem Menschen mit Fluchterfahrung relevante Informationen für Geflüchtete in Berlin kartographisch festhalten, im Café Global des Haus der Kulturen der Welt präsentiert. Mehr Infos gibt’s hier sowie auf der Seite: http://arriving-in-berlin.de
Wir freuen uns über das Projekt und erfahren zu haben, dass orangotangos Kartierungsarbeit einen kleinen Teil zur Entstehung beigetragen hat.

“KRISENZEICHEN” – orangotango musik

Musik als Protestform: Das Musik- und Videoprojekt „Krisenzeichen“ thematisiert die aktuelle Berliner Stadtentwicklung im Kontext von neoliberalem Stadtumbau, Immobilienspekulation, Verdrängung, Flucht, Migration und Tourismus. Inspiriert von den Auseinandersetzungen um das Recht auf Stadt in unserer Nachbarschaft ist die Idee für das Projekt entstanden.

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Die musikalische Grundlage legt der Schlagzeuger Benjamin Wellenbeck mit einem neo-klassischen HipHop Beat, der sich an US-amerikanische Musik Produktionen der 90er Jahre (Questlove, J Dilla) anlehnt.

Die Texte von Papa P. und Saïdu nehmen Bezug auf jüngere stadtpolitische Ereignisse in Berlin und stellen diese in einen globalen Zusammenhang. Dabei bewegen sie sich zwischen Beobachtung, Momentaufnahme und kritischer Analyse. Die Situation von Geflüchteten in Berlin schildert Saïdu, ein Aktivist vom Oranienplatz, in seiner Muttersprache Hausa. Im Refrain – in gewisser Weise als Antwort auf die Frage nach dem Recht auf Stadt – melden sich die städtischen Protestbewegungen zu Wort.

Das Wechselspiel zwischen Stadtraum und dessen Gestaltung durch die verschiedensten städtischen Akteure prägt auch das Video von Nico Baumgarten.

Vielen Dank an die Aktivist*innen von Kotti&Co, CISPM Berlin, Bündnis Zwangsräumung verhindern, Berlin Refugee Movement, an Daniel für die Scratches, sowie an die zahlreiche Nachbar*innen und Freunde, die bei dem Projekt mitgewirkt haben!

Das Lied zum Download gibt es hier!

Freedom not Frontex

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Leider immer noch aktuell: “Freedom not Frontex – Solidarity with the Refugee Protests!”

Zusammen mit Reclaim Your City haben wir auf der Fusion 2013 ein Soli-Wandbild für die vielfältigen Protestaktionen von Geflüchteten gemalt. Hat jemand noch ein Foto in besserer Auflösung?

Neues “Lampedusa in Hamburg”-Mural

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Unser viertes Wandbild in Kooperation mit “Lampedusa in Hamburg” ist gerade eben in der Bernhard-Nocht-Straße in St. Pauli fertig geworden. Diesmal finden sich allerlei Motive in einem bunten Patchwork zusammen, natürlich nicht ohne die Aufmerksamkeit auf die Forderungen zu lenken: “Lampedusa in Hamburg – We are here to stay” und “Arbeitserlaubnis für alle!”

Vielen Dank der Hafenstraße St. Pauli eG für die Bereitstellung der Fassade, der Rosa Luxemburg Stiftung für den finanziellen Support sowie den Anwohner*innen und Passant*innen für das Feedback und die wiedergefundene Kamera!

— mehr Bilder gibt’s sobald das Gerüst abgebaut ist! —

Lampedusa in Hamburg * St. Pauli selber machen * Reclaim Your City * kollektiv orangotango

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FREEDOM OF MOVEMENT – für alle, überall und immer!

Weil man in den letzten Wochen angesichts der Reaktionen auf die Ankunft von Geflüchteten “gar nicht genug fressen kann, wie man kotzen möchte”, haben wir vor kurzem ein hoffentlich unmissverständliches Wandbild am Hamburger Hafen gemalt.
Die Bemalung knüpft nicht nur an die traditionsreichen Fassadenbilder der Hafenstraße-Häuser an, sondern fordert vor der Welthafenkulisse, dass Bewegungsfreiheit zuerst für Menschen, dann für Waren gelten muss.

freedom-of-movementFREEDOM OF MOVEMENT ist ein Gemeinschaftsprojekt von:
* Lampedusa in Hamburg
* kollektiv orangotango
* St. Pauli selber machen!
* Reclaim Your City

 
 
Hier geht’s zum Video. Wir würden uns freuen wenn Ihr uns Feedback gebt und das Video bei Gefallen weiterleitet, damit vielleicht noch mehr ähnliche Aktionen folgen. Außerdem suchen wir weiterhin Farben und Wände! —> info@orangotango.info

Das Video hat Jan Rosenstock vom 6ten Lachs für uns produziert, tausend Dank!
Die Musik stammt aus DJ Kitumbas “Massive Afro-House Mix”.

Ein großes Dankeschön geht auch an das Wohnprojekt Parkhaus Pinnasberg der Genossenschaft St. Pauli Hafenstraße eG für die tolle Wand- und Gastfreundschaft sowie an die Hanseatische Materialverwaltung und MEGA für die farbige Unterstützung.