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Kunst & Aktivismus

Am Wochenende vom 21. bis 23. April 2017 findet im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Rosa-Luxemburg Stiftung „Campus für eine Weltverändernde Praxis“ der Exkurs-Baustein zu „Kunst und Aktivismus“ in Berlin statt, bei dem auch das kollektiv orangotango fleißig vertreten sein wird.

Los geht’s am Freitag den 21.04. um 18 Uhr in der Vierten Welt (Adalbertstr. 96) mit einer Ausstellung und anschließenden Podiumsdiskussion (ab 20 Uhr) zu künstlerisch-aktivistischen Projekten.

Am Samstag finden eine Reihe von spannenden WS zu Themen wie Adbusting, Forumtheater, Kommunikationsguerilla und subversiver Kampagnenarbeit statt. Das kollektiv orangotango widmet sich dabei der Frage welche Potentiale und Grenzen die Methode des kollektiven Kartierens als Werkzeug für emanzipatorische und politische Praxen bietet.

Am Sonntag rundet ein interner kritischer Stadtrundgang von pappsatt und orangotango zu Graffiti und Streetart in Kreuzberg den Exkurs zu „Kunst und Aktivismus“ ab.

Die Workshops am Samstag sowie die Ausstellung am Freitag sind auch für interessierte Leute offen, die nicht am Campus-Weiterbildunsgprogramm teilnehmen. Bei Interesse bitte unter weiterbildung@rosalux.de anmelden.

Das genaue Programm findet ihr hier.

Ankommen !

Im Projekt Neue Expert*innen erhebt das Haus der Kulturen der Welt – HKW den Anspruch Schüler*innen der Staatlichen Europaschulen Berlins den Status von Expert*innen in Fragen Migrations- und Ankommensgesellschaft zuzuerkennen. In unserer Kooperation mit dem HKW war es uns wichtig Ankommen nicht als ein Problem zu verstehen, dass nur im Zusammenhang aktueller Vertreibungen und Fluchtbewegungen relevant wird. Stattdessen stellt es einen Grundbestandteil aller Gesellschaften dar, der auf verschiedensten Maßstabsebenen stattfindet und das physisch-räumliche ebenso einschließt wie das soziale oder psychologische Ankommen.

So beschäftigten wir uns eine Woche lang gemeinsam mit Expert*innen von der Robert-Jungk-Oberschule damit, was Ankommen in Berlin bedeutet. Aufbauend auf persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden diskutierten wir Schwierigkeiten und Erfolge des Ankommens. Auf Exkursionen kamen wir mit weiteren spezifischen Ankommenserfahrungen in Kontakt. Jugendliche des Jugendtheaterbüros Berlin in Moabit und Dieter von querstadtein in Charlottenburg brachten uns weitere Probleme, Strategien und Utopien des Ankommens näher.

In lebhafter Diskussion und kunterbunten Malsessions entstand aus diesen Ankommenserfahrungen ein Wimmelbild voller Geschichten, Träume und Forderungen sowie das Wandbild ‚Ankommen city‘. Die Essenz aus der einwöchigen künstlerisch-aktionsforschenden Beschäftigung mit dem Thema ist außerdem auf einer Wand der Robert-Jungk-Oberschule in Form von vielfarbig und mehrsprachig gesprühten Parolen zusammengefasst: „Freundschaft, Respekt, Verständigung, Liebe, Wohnort, Protest“!

Wir möchten uns sehr bei den Expert*Innen für dieses Projekt bedanken, ohne euch hätte es nur halb so viel Spaß gemacht. Eure Geduld mit uns ist bewundernswert.

Kritischer Kartierungs-Workshop


Am 09.08.2016 organisiert orangotango einen Kartierungs-WS im Rahmen des deutsch-mexikanischen Austauschprojekts „Nuestro Barrio“. Das Projekt bringt Künstler_innengruppen der freien Szene Berlins und Mexico Stadt zusammen um einen langfristigen Austausch zwischen den Akteuren beider Städte aufzubauen. Im Rahmen des WS erkunden wir, inwiefern kollektive und kritische Kartierungen als praktisches Werkzeug genutzt werden können, um die herrschende Wahrnehmung von urbanen Räumen in Frage zu stellen, alternative Visionen von gesellschaftlichem Zusammenleben sichtbar zu machen oder sie sogar zu ermöglichen.

Los geht’s ab 18 Uhr in den Räumlichkeiten der Galerie neurotitan in der Rosenthalerstraße 39 in Berlin Mitte.

Toward a Cartography of Refugees in Berlin // فضاهای مهاجرت: تلاشی در نگاشت وض

IMG_0993_AusschnittWir wurden netterweise von Firoozeh Farvardin und Nader Talebi eingeladen im Seminar “Spaces of Migration: Toward a Cartography of Refugees in Berlin // فضاهای مهاجرت: تلاشی در نگاشت وض” am 22.06. unsere Erfahrungen mit kritischen und kollektiven Kartierungen an die Seminarteilnehmenden weiterzugeben, die zur Hälfte selbst Refugees sind. In Zusammenarbeit mit Nader und Firoozeh entstanden neue Versionen und Übersetzungen alter Bildungsmaterialien zum Selberkartieren auf Englisch und Farsi.

Wir wohnen, wie wir wollen

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Am 29. Oktober nimmt kollektiv orangotango am öffentlichen Workshop Wir wohnen, wie wir wollen im Haus der Kulturen der Welt teil. In diesem soll das kritische Potential partizipativer Projekte für die Wohnungsfrage in Städten des 21. Jahrhunderts anhand von Projekten aus Marseille, Istanbul und Berlin diskutiert werden.

we decide how we reside

Karla Pappel kartiert Alt-Treptow – orangotango gibt Starthilfe

Im April 2015 veranstalteten wir mit der Mieter*innen-Initiative Karla Pappel einen halbtägigen Kartierungsworkshop im Berliner Stadtteil Alt-Treptow, der den Startpunkt für eine kritische Kiezkartierung vor Ort bilden sollte. (Dass die Anfrage von Karla Pappel kam, freute uns sehr! Genau das hatten wir uns nach Fertigstellung der Kreuzberg-Karte erhofft.)

Karla-Pappel-Kartierung

Nach einer kurzen Einführung in kritische Kartografien und kollektives Kartieren begannen wir mit einem Brainstorming zu den grundlegenden Zielen der Karte, wobei wir uns an folgenden Punkten orientierten: wo?/welches Gebiet? – wer kartiert eigentlich? – was?/welche Inhalte? welche nicht? – wann?/welcher Zeitraum? – für wen?/für welche Zielgruppe? – wie?/welches Layout, welche Sprache, etc.? – warum?/was soll mit der fertigen Karte passieren?

Daraufhin versuchten wir konkrete Kategorien der zu kartierenden Phänomene festzulegen und passende Icons dazu zu entwerfen bzw. aus den mitgebrachten Icon-Vorlagen auszusuchen. Außerdem besprachen wir, wie mit sensiblen Informationen zu verfahren ist, wer/welche Gruppen evtl. nicht in der Karte erscheinen möchte/n und welche Infos missbraucht werden könnten.

Karla-Pappel-KartierungII

Nach einer kurzen Pause ging’s dann auch schon los mit dem eigentlichen Kartieren und Verorten der Phänomene auf einer A1-Kartengrundlage des Stadtteils, die den Sommer über eigenständig von Karla Pappel bzw. gemeinsam mit weiteren Bewohner*innen Alt-Treptows weitergeführt wird.

Eine erste Gelegenheit hierfür bot sich im Rahmen der Gentrifizierungs-Frei-Tage auf der Lohmühle. Die nächste Möglichkeit dazu wird es ebenfalls auf der Lohmühle beim diesjährigen Sommerfest der Wagenburg am 15.08.2015 geben.

Wir drücken Karla Pappel und allen Alt-Treptower*innen die Daumen, dass die Karte ein brauchbares Werkzeug für die Proteste für bezahlbaren Mieten und den stadtpolitischen Widerstand sein wird und begleiten das Vorhaben in gespannter Solidarität! 😉

Mapping Workshop bei re-publica

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Die Gruppe Mapping Public Intensities hat uns eingeladen im Rahmen der Konferenz re-publica am Workshop “Emerging tools for critical urban practices” zusammen mit INURA New Metropolitan Mainstream (Laura Colini), GentriMap (Andrej Holm) und SharingCity Berlin (Ela Kagel) teilzunehmen. Der Workshop findet am Mittwoch den 6. Mai 2015 von 17:30 bis 18:30 statt.

Hier findet ihr nähere Infos zum Workshop.

Kollektive Gartenkartierung und Garten Radtour in Medellin

Über Maria Cristina, die 2012-2013 Teil des Allmende-Kontor Gemeinschaftsgarten war, ergab sich die Möglichkeit eine Kollektive Kartierung der urbanen Gärten in Medellin zu machen. Am Tag davor wurden eine handvoll Gärten gemeinsam abgeradelt. Bald Fotos und Bericht vom Workshop.

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Orangotango auf der Fusion

Bildungsprogramm auf dem Fusion Festival 2012. Die Fusion 2012 steht vor der Tür und in der Oase gibt es 2012 ein thematisch breit angelegtes Programm wie nie. Wir haben extra ein drittes Workshopzelt organisiert. Schaut vorbei wenn ihr auf der Fusion seid. Wir freuen uns!“, schreibt Sobi e.V. aus Rostock – und wir sind mit dabei.

Das gesamte Programm der Oase gibt’s in der Übersicht, unsere Workshops hier unten:

Oase Bildugnsprogramm

Modul 1 _ Do. 28.6.12, 10-12.30 Uhr

Bildet Banden, Crews und Kollektive! Vom anders machen Wollen und dessen Grenzen
Erfahrungsaustausch zu kollektiven Prozessen, kreativen Kooperationen und solidarischer Aktionsforschung

Aufbauend auf unseren Erfahrung mit dem Buch “Solidarische Räume & kooperative Perspektiven – Praxis und Theorie in Lateinamerika und Europa” und anderen kollektiven Prozessen wollen wir uns in einem offenen Raum / World-Café mit eingeladenen Gästen sowie interessierten Besucher_innen über Erfahrungen, Visionen und Grenzen von Kollektiven, kreativen Kooperationen und solidarischer Aktionsforschung, in die wir involviert sind, austauschen und uns gegenseitig u.a. fragen:
– Was verstehen wir als kollektive Prozesse?
– Warum wollen wir daran teilnehmen?
– Was wollen wir damit erreichen?
– Welche Grenzen wollen wir dabei überwinden?
– Was haben Kunst und Wissenschaft da verloren?
– Wo sind die Grenzen der Kooperation?
– Was haben wir schon erreicht, wo hapert es noch?

Inputs:
– kollektiv orangotango: ein Kollektiv berichtet von verschiedenen Fronten
– Timo Bartholl: Einblicke in die anarchistische Basisarbeit in den Favelas von Rio de Janeiro
– zusätzlich sind verschiedene Kollektive eingeladen (u.a. frohlunder/premium-cola; pappsatt, kolumbien kampagne)

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Modul 2 _ Do. 28.6.12, 16-18.30 Uhr

Kollektives Kritisches Kartieren (Vortrag & Workshop)

Wir wollen aufzeigen, dass partizipative kritische Kartierungsprozesse für die hiesige politisch-kulturelle Arbeit einen wichtigen Beitrag leisten können. Wir werden anhand einiger Beispiele sowohl einen Einblick in die Geschichte und heutige Bedeutung kritischen Kartierens u.a. für soziale Bewegungen in Lateinamerika bieten, als auch das „Handbuch Kollektives Kritisches Kartieren“ vorstellen, das die Methode politisch Engagierten jeden Alters nahebringen soll.
Workshop: Wir wollen im Workshop eine partizipative Kartierung beginnen zu solidarischen und emanzipatorischen Praktiken und Prozessen, die dann als Dauerkartierung während der Fusion weiter geführt werden soll.

Vortrag: 45 min, Workshop: 2h

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Modul 3 _ So. 11:30-12:30 Uhr

Kritisch-geographischer Fotovortrag:
„Das Haus – dein Freund & Feind“

Anhand von visuellen (Foto/Film) und akustischen (Musik) Eindrücken aus Napoli (Italien) und Diyarbakir (Kurdistan) soll das Konzept des Hauses als Zuflucht bzw. Normalisierungsanstalt vorgestellt und kritisch diskutiert werden